Wieder da …

So, nach fast 8 Monaten Schweigen, habe ich mich wieder die Muße mich um diesen Blog zu kümmern. Das Kommentarsystem war kaputt gegangen und musste erstmal wieder repariert werden.

Aber jetzt habe ich es repariert und der Spass kann wieder beginnen.

Tja, seit dem Ende meiner Pilgerschaft ist sehr viel passiert:

* Ich bin seit dem 2. Juni noch 3 Mal gepilgert / gewandert.
* Ich habe einen regen Austausch mit meinen alten Pilgerkollegen
* Ich werde dieses Jahr wieder für 2 Wochen auf dem Jakobsweg wandern (wo sage ich dann später)
* Ich habe ein Pilgerforum gestartet (https://www.xing.com/net/jakobsweg)
* und und und

Ihr seht, ich sollte mal über meine Erfahrungen noch schreiben.

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So das laufen hat erstmal ein ende. Ich bin stolz auf meine füsse. Nach all den strapazen haben sei mich ans ziel gebracht. Ich fahre heute mit dem bus noch bis fisterre um ein paar sachen zu verbrennen. Mein bericht hört hier erstmal auf. Ich brauche eine pause. ;-)

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Geschafft

Ich bin in santiago. 800km.

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Vorsicht kreuzende pilger

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auf den letzten 100km wird aufgrund der vielen pilger sogar schon per warnschild vor vor gewarnt.

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The 3 Stick man

Ich habe seit einigen Tagen einen Spitznamen bei den anderen Pilgern. The 3 Stick man.

Ich habe von zuhause einen Wanderstab mitgebracht, der extra fuer mich gemacht worden ist. Nun habe ich aber gleich am Anfang Knieprobleme bekommen und mir deshalb normale Wanderstoecke besorgt.

Da ich den Wanderstab aber nicht weggeben wollte, habe ich an meinen Rucksack gebunden und trage ihnen immer bei mir. Tja und heute habe ich mich mit ein paar Kanadiern unterhalten, die mir erzaehlt haben, das Sie mich schon kennen. Ich war sehr erstaunt, da ich bisher eigentlich immer dachte, ich weiss mit wem ich spreche (ausser natuerlich wenn ich zu viel Rotwein getrunken habe).

Daraufhin erzaehlten Sie mir das ich bei den Kanadiern und den Franzosen den Spitznamen “3 Stick man” habe.

Tja, mir eilt ein Ruf vorraus. Ach ja, bei einem Hospitalero in Ruitelan namens Carlos, heisse ich nur noch “Loco Alleman”. Tja, was er wohl damit meint???? :-)

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Sarria

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Da hinten ist irgendwo santiago. Zwar noch 114 km weg aber das ist ja kleinkram. Das foto hab ich auf dem letzten berg der tour gemacht. Ab jetzt geht es nur noch durch die ebene. Es gibt viele pilger die erst in leon angefangen sind. Kann man an dem zu schnellen gang, die sauberen klamotten, die zu schweren rucksäcke und der frage: was machst du beruflich? Erkennen. In diesem sinne ultreia.

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So heute habe ich mal ein wenig mehr Zeit und auch noch einen Internetanschluss gefunden. Ich kann also mal richtig loslegen zu tippen und muss nicht in mein Handy tippern.

Ich schlafe heute in Rantuil in einem kleinen Tal vor dem letzten grossen Berg O Cebrero. Heute hat den ganzen  Tag die Sonne gescheint und meine Klamotten sind komplett durchgetrocknet. Oh wie schoen.

In den letzten 3 Wochen habe ich jeden Tag interessante Menschen kennengelernt und gemeinsam haben wir einige interessante Feststellungen gemacht.

  1. Es laufen keine Suedamerikanerinnen auf dem Jakobsweg auf Maennersuche rum. Das haben mir die 200 Deutschen Maenner die warten bestaetigt.
  2. Die Maer von den wilden Hunden die einen ueberall anfallen koennen, ist Quatsch. Wir haben alle keinen einzigen wilden Hund gesehen. Es gibt eher die Profibettlerhunde, die mit suessen Augen was zu futtern erbetteln
  3. Man kann 800km laufen, ohne Blasen zu bekommen. Dafuer sollte man nur wirklich gute Schuhe haben und Wanderausruestung. Ich habe einen Nordic Walking Trainer getroffen, der meinte er waere fuer die Tour fit. Tja die Blasen haettet ihr mal sehen sollen. Der Arme musste 3 Tage pausieren. 10 bis 14 kg auf dem Ruecken veraendern alles.
  4. Pilger stinken. Du kannst einfach nicht 5 Wochen lang per Handwaesche deine Klamotten sauber halten. Juckt aber keinen, weil alle mueffeln.
  5. Die Spanier sind durch die Bank super nett und hilfbereit. Das bleibt nur so, wenn alle Pilger Pilger bleiben und sich nicht wie Touristen auffuehren. Leider laufen hier ein paar Gestalten rum, die meine sie sind auf Malle. Gott sei Dank nicht alle aus Deutschland
  6. Tropenhelme gehoeren in den Dschungel und nicht auf den Camino. Ihr glaubt nicht, was hier an Schuhen, Helmen, Gepaeckwagen und Regenschirme rumgetragen wird. Ein hat sich einen Sportkinderwagen gekauft und wollte damit den Weg gehen. Nach 3 Tagen kam er an einen Weg wo es kein Weiterkommen gab. Die Strasse war weggespuelt. Seitdem steht dort ein Kinderwagen mitten in der Pampa. Hab ein schoenes Foto davon.
  7. Der Jakobsweg ist auch der Weg der Stoerche. Ich habe noch nie so viele Stoerche gesehen. In jedem Ort 5 - kein Scherz.
  8. Blasen werden am besten mit Nadel und Faden behandelt. Alles andere ist quatsch, inklusive der teuren Pflaster

So und jetzt noch eine kurze Beschreibung wie ein klassischer Pilgertag aussieht.

  • 6 Uhr aufstehen
  • Rucksack packen und loslaufen
  • laufen laufen laufen
  • Cafe con leche
  • laufen laufen laufen
  • essen
  • herberge suchen,
  • waesche waschen
  • kochen
  • essen
  • schlafen

  

Bis bald Dominik

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Villafranca de bierzo

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So jetzt ist er doch passiert. Ich musste für 5km den bus nehmen. Ich habe vor einer vollen herberge gestanden und hatte schon 25km in den knochen. Da tauchte die versuchung direkt vor mir auf. Ich konnte nicht mehr nein sagen. Also habe ich von 570km 5 per bus gemacht. Kleine info noch für santa. Jürgen christine karl doreen alain claudia elke und ich haben gestern unsere steine am cruz de ferro abgelegt.

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Rabanal und noch mehr regen

Heute bin ich mal wieder nur durch regen gelaufen. Meine schuhe sind zwar gut aber sie halten keine 5 stunden regen aus. Ich hab heute abend nichts anderes gemacht als trocknen und klamotten pflegen. Super ;-)

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Astorga und nur Regen

Hallo zusammen, tut mir echt leid, das ich mich in den letzten Tagen nicht oder wenig gemeldet habe, aber das handy funktioniert nur bedingt und das Wetter laedt auch nicht gerade zum Schwaermen ein.

Wir haben fiesen Regen und Sturm. Meine Klamotten sind bis auf die Haut durchnaesst und ich bin ganz schoen am klappern. Die Schuhe halten super und Blasen habe ich Gott sei Dank auch noch keine.

Es ist halt nur heftig, wenn man mal ein Gewitter im Freien ohne Schutz erlebt.

Habt ihr schon mal mitten im Freien Donner und Blitz erlebt?? Das ist der Hammer.

Ich habe jetzt etwa 500 km hinter mir und ich muss sagen, so langsam befaellt mich Stolz. Wahnsinn was man in 3 Wochen schaffen kann :-).

Morgen frueh geht es dann weiter.

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Cafe con leche

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Ich bin aktuell auf dem weg nach leon und wie jeden tag mache ich pause und trinke einen kaffee. Aber nicht irgendeinen sondern den spanischen cafe con leche. Ein herrliches getränk mild stark voller geschmack, eine art espresso mit milch. Das überzeugt sogar mich tee trinker. Also das nächste mal wenn ihr in spanien seit unbedingt trinken. :-)

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Mansilla de las Mulas

So ein verflixtes handy funktioniert auch nicht überall. Ich hatte wenn ich schreiben wollte keine verbindung. Aktuell geht er mir so lala. Bin körperlich am ende und muss erstmal einen tag pause machen. Alles weitere später.

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Carrion de los condes

Ja ja ich bin nachlassig mit meinem blog. Gestern 21km und heute 34 km. Er ist erstaunlich was 2 wochen training die leistung steigert. Die herbergsuche entspannt sich auch zusehend. Was auffällig ist, das sehr viele frauen jeden alters diesen camino alleine gehen. Sie finden meistens andere gleichgesinnte aber sie gehen diesen weg. Einerseits finde ich es mutig aber anderseits zeigt er auch wie sicher dieses weg ist. So batterie geht leer. Bis morgen ;-)

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Burgos und irgendwo

Der trip nach Burgos war unspannend. Die 20 km waren nicht wirklich schlimm, nur Industriegebiete haben einfach ihren eigenen Scharm.  Burgos hat eine schoene Altstadt und eine beeindruckende Kathredale. Man wird ja auch ein richtiger Spezialist, wenn man jeden Tag Kirchen sieht.  Diese Feinheiten, :-) einfach herrlich.

Heute gab es mal wieder einen kleinen Gewaltmarsch. 31 km und am Ende hatte ich noch nicht mal mehr eine Bett bekommen. Nagut das ich jedenfalls auf dem Boden schlafen darf. Das hat seine eigenen Scharm.

Die lieben Herbergsleute haben aber schon den leicht genervten Blick drauf. So viele Pilger sind einfach zu viel fuer den Camino. Wenn man nicht um 3 in einem Ort einen Bett nimmt, hat man fast keine Chance mehr.  Ich vermute das wird in den naechsten Jahren sogar noch schlimmer.  Ich vermute dann viel von diesem persoenlichen freundlichen Kontakt zu den Menschen verloren gehen.

Schaun wir mal .

Ach ja, zur Yeit haeufen sich die Verletzungen bei Leuten die ich kenne. Es scheint wirklich ein Problem mit der Selbstueberschaetzung zu geben. Enzuendete Sehnen, kaputte Knie, etc.

Ach ja, bei mir ganz anders. Keine Blasen, keine Knieschmerzen, ich kann mich nicht beschweren.

Also bis morgen

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Belorado

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Heute war eine unspannende Etappe. 23 km hauptsächlich an einer landstrasse entlang. Schön war der ort. Ein kleines spanisches dorfchen mit einem dorfplatz und einer kirche auf der die storche nisten. Was seit tagen anstrengend ist, ist das betten chaos und die deutschen. Es gibt orte die kaum betten haben und dort spielen sich schon dramen ab. Am ende schlafen die leute dann schon irgendwo, z.b. In den Kirchen. Die pilger deutschen sind ja ok aber es gibt deutsche buspilger, die sind der hammer. Den laufpilgern per bus die schlafplätze zu nehmen, ist frech. Du kommst abends am zielort an und die herberge ist voll mit buspilgern ätzend :-/

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Vintosa und st. Domingo

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Sonntag habe ich 20km geschafft und den rest des tages habe ich einem kleinen spanischen dorf pause gemacht. Es war herrlich. Sonne rioja und viel gelacht. Heute dagegen habe ich mich übernommen. 31 km ging ja noch, aber die sonne hat mich gekillt. Nun liege ich erstmal und versuch diesen sonnenstich in den griff zu kriegen. Aber wie heißt es so schön, was mich nicht umbringt macht mich nur noch härter ;-).

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Logrogno

Heute bin ich 30 km nach Logrogno gelaufen. Von sonne bis hagel war alles dabei. Die stadt ist wunderschön und hauptstadt des rijoja weines ;-) . auf der kathetrale nisten überall storche. Abends um 9:30 sind wir durch die strassen gelaufen und eine herrliche spanische atmosphäre genossen. Kinderlachen diskutierende männer in tapas bars ……

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Estella und los arcos

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Regen kann ja wirklich anstrengend sein. Alles glitscht und matscht. Da ich mit dem einen stock den berg kaum runter gekommen bin, habe ich mir erstmal wanderstocke gekauft. Danach bin ich mit vollgas den berg hoch. Abends in estella hatte ich mich so verausgabt, das ich mich 2 stunden nicht mehr bewegen konnte. :-/ heute bin ich viel langsamer gestartet und die knochen haben kaum weh getan. 136 km hinter mir und 640 vor mir.

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Pamplona und Obanos

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Gestern hat es geschüttet wie aus kannen. Ich bin sofort ins bett gegangen. Heute müssten wir über den puerto de perdon klettern. Durch den regen der letzten wochen war die piste total aufgeweicht. Teilweise waren ganze teilstücke weggebrochen. Nach 8 stunden sind wir total erschöpft angekommen. :-) wie schlammig die tour war kann man an den foto sehen.

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Zubiri

Heute hat leider mein Handy versagt und ich werde kein Foto einstellen. Die 1000 m von gestern sind wir heute fast wieder runtergelaufen. Und oh Graus, die Knie haben tierisch weh getan, ich wollte eigentlich 27 km laufen, habe aber 23 km gestoppt. War mir einfach zu anstrengend und schmerzhaft. In der kleinen Herberge ist eine super Stimmung und man hoert eine Mischung aus Englisch, Portugiesisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch und Schwedisch. Den Rest habe ich noch identifiziert. Das Wetter war ok, nur in den letyten Tagen war ein Ungewitter hier und ueberall war handbreit tief Matsch. Meine Schuhe sehen bescheiden aus. Morgen geht es nach Pamplona :-)

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